Soufanieh

Rückblick auf 20 Gnadenjahre

=> MARIA HEUTE 394 INHALT

Seit 20 Jahren schenkt der Herr durch eine kleine Ikone, die Öl absondert, und durch Myrna, der er charismatische Gaben und Botschaften zuteil werde ließ, besonderen Segen.
Am Montag, dem 25. November 2002, hielt Pater Elias Zahlaoui im Pfarrsaal der Kirche St. Johannes in Damaskus einen Vortrag über die Geschehnisse von Soufanieh. Für die Leser von Maria heute war er bereit, das Wesentliche zusammenzufassen:

Das Treffen begann mit dem Gebet, das Jesus Myrna bei der Ekstase am 31. Mai 1984, dem Fest Christi Himmelfahrt, gelehrt hatte: «O geliebter Jesus, schenke mir, in Dir zu ruhen…».Die Zuhörer waren aus Frankreich, Ägypten, Syrien, aus dem Libanon und dem Irak gekommen, nicht jedoch aus dem steinreichen Viertel Abou-Roummane, wo ich diese Konferenz organisieren wollte… Nazareth ist überall!

Erinnerung an die wichtigsten Ereignisse:

— Überreiche Ölabsonderungen der «Wundertätigen Ikone» seit Samstag, dem 27. November 1982.
— Spontanes und bis auf den heutigen Tag andauerndes Gebet im «Haus der Jungfrau Maria», wie man es seitdem nennt. Es wurde zu einem echten Wallfahrtsort.
— Dieses Gebet bringt bis heute andauernde Gnaden hervor.
Endgültige, körperliche Heilungen mehrerer Kranker (bösartige Tumoren, Blindheit, Hirnblutungen, Knochenkrankheiten, usw…) und zwar sowohl bei Christen als auch bei Moslimen…
— Bemerkenswerte geistliche Heilungen, zumindest solche, die bekannt wurden und die sich teilweise in ganz Soufanieh ereigneten…
— Fünf Erscheinungen der Muttergottes vor Myrna in der Nacht des 15. Dezember 1982 und der Nacht des 24. März 1983, die von 4 Botschaften in arabischer Sprache begleitet wurden.
— Die 35 Ekstasen von Myrna zwischen dem 28. Oktober 1983 und dem 26. November 2001, während denen sie von Jesus und der Muttergottes mehrere Botschaften in arabischer Sprache empfing.
— Die Stigmata, die Myrna fünfmal empfing. Die ersten Stigmata empfing sie am Freitag, dem 25. November 1983, die vier weiteren jeweils am Gründonnerstag der Jahre 1984 – 1987 – 1990 – 2001, also in den Jahren, in denen die Katholiken und die Orthodoxen das Osterfest gemeinsam begingen.
— Die Botschaften der Erscheinungen und der Ekstasen.

Reaktionen des Volkes und der religiösen und zivilen Obrigkeit

Das Volk:

Es hat sich eine ganze Bandbreite von Reaktionen gezeigt: Glaube und Gebet, Kritik, Ironie, vorschnelle Ablehnung, usw… Schließlich überwog aber doch das Gebet und viele, die sich zuerst abwartend verhalten hatten, waren schließlich überzeugt.
Die zivile und politische Obrigkeit des Landes
Sie reagierten als erste: am 28. November 1982 kam eine Untersuchungskommission, bestehend aus 4 Offizieren des Geheimdienstes, die von einem Arzt begleitet wurden. Das abschließende Wort des Arztes lautete: «Gott ist groß!»
Seitdem bezeugen die zivilen, die politischen und die militärischen Autoritäten des Landes eine Haltung tiefen Respekts vor Soufanieh.

Die religiöse Obrigkeit: Hauptinitiativen

Mein Bischof: am 28. November 1982 trug er mir auf, alles mit Klugheit und Vorsicht zu beobachten…
Der griechisch-orthodoxe Patriarch (Nicolas ist orthodox) veröffentlichte am 31. Dezember 1982 ein offizielles Kommuniqué:
a) Die Existenz einer «nicht gewöhnlichen Vision» in Soufanieh, hinsichtlich der Ölabsonderung der Ikone.
b) Die Notwendigkeit einer Untersuchungskommission, die jedoch nie gebildet wurde.
c) Die Notwendigkeit einer Überführung der «Wundertätigen Ikone» (so wurde sie in dem offiziellen Kommuniqué genannt) vom Haus zur orthodoxen Heilig-Kreuz-Kirche. Diese Überführung fand am 9. Januar 1983 unter Beteiligung einer riesigen, betenden Menschenschar statt.
d) Die Ikone kehrte in größtmöglicher Diskretion am 21. Februar 1983 in Myrnas Haus zurück. Dieser Tag markierte die endgültige Ablehnung der Geschehnisse von Soufanieh durch das orthodoxe Patriarchat; eine Ablehnung, die bis zum heutigen Tag anhält.

Die Apostolische Nuntiatur in Damaskus

Bischof N. Rotunno (1983-1988)

Er bat mich am 21. Juli 1984 im Geheimen um einen vollständigen Bericht.
Er traf Myrna am 4. November 1984, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfuhr.
Bevor er Damaskus verließ, bat er um sieben Exemplare aller Dokumente, die Soufanieh betreffen; er leitete sie nach Rom an die dafür zuständigen Behörden weiter.

Bischof Luigi Accogli (1988-1993)

Er verhielt sich anfangs etwas zurückhaltend.
Schließlich besuchte er Soufanieh aber mehrmals.
Er feierte dort seine Abschiedsmesse von Damaskus und versprach die Errichtung eines Zentrums der Einheit in Rom, das «Unsere Liebe Frau von Soufanieh» heißen soll.
Dieses Zentrum weihte er am 15. Oktober 1999 in Rom unter dem Namen «Zentrum Unserer Lieben Frau von Soufanieh und von Pater Pio für die Einheit der Kirche und des interreligiösen Dialoges».

Bischof P. J. de Nicolo (1993-1999)

Er betete oft in Soufanieh.
Er leitete regelmäßig die Jahrestage von Soufanieh.
1998 feierte er persönlich die Messe vom Jahrestag.

Bischof Diego Causero (1999…)

Er zeigt sich bis heute sehr reserviert, bezeugt jedoch eine diskrete Sympathie…

Die syrisch-orthodoxe Kirche

— Im Sommer 1987 lud mich Seine Heiligkeit Patriarch Zakka mehrmals ein, um Soufanieh kennenzulernen. Es lag ihm auch am Herzen, die Dossiers persönlich gründlich zu lesen.
— Am 28. Mai 1988 erklärte er, dass er Soufanieh als wirklich göttliche Intervention anerkenne. Diese Erklärung wurde auf Video aufgenommen.
— Seitdem erklärt er jedem, der ihn danach fragt — sei es ein Araber oder ein Fremder —, dass Soufanieh wirklich eine Gnade für die Kirche und die Welt sei.

Die syrisch-katholische Kirche

— Der erste Bischof, Msgr Georges Hafouri, hatte sehr positiv über Soufanieh geschrieben und zwar ausgerechnet in Stella Maris, im Oktober 1986.
— Seitdem hat er sein überaus positives Zeugnis fortgeführt.
Die zunehmende Versöhnung der Kirchen in Soufanieh war ein Werk der Zeit… und die zahlreichen Reisen, die Myrna auf Einladung oder mit dem ausdrücklichen Einverständnis der kirchlichen Obrigkeit nach Syrien, in den Libanon, nach Ägypten, Kanada, Australien, Europa (Frankreich, Deutschland, Holland, Belgien, Portugal), in die Vereinigten Staaten machte, sind ein ganz offensichtlicher Beweis dafür…

Die Ausstrahlung von Soufanieh

Es genügt bereits, wenn man die vielen Länder erwähnt, die Myrna besuchte, um sich eine Vorstellung von der Ausstrahlung Soufaniehs zu machen. Man müßte auch einmal die großen Menschenscharen sehen, die durch sie erreicht werden, um das Maß der Ausstrahlung ein wenig zu ermessen! Und man müßte die Briefe zählen, die wir zu
Tausenden von überallher erhielten und noch immer erhalten… Und natürlich darf man auch nicht das unermeßliche, zweifache Netz der Freundschaft und des Gebetes außer acht lassen, das Soufanieh in der ganzen Welt gewoben hat. Seitdem Soufanieh auch im Internet1 ist, kann man sich davon ein deutliches und zugleich anschauliches Bild machen.

Haltung der Ärzte und Wissenschaftler

Anfangs herrschte Ironie, Zurückhaltung, eine Haltung voreingenommener Ablehnung im Namen «der Wissenschaft», die alles erklären würde, wie manche vorgaben…
Dann,… im Laufe der Zeit… durch die sich beharrlich wiederholenden Geschehnisse…, durch eine ehrliche, intensive Untersuchung, die verschiedene Wissenschaftler durchführten, kam es zu einer begeisterten Wende und für manche — wie z.B. für Dr. Jamil Marji aus Damaskus — zu einer radikalen Bekehrung! Diese Haltung macht die Ärzte und Wissenschaftler in Syrien, im Libanon, in Frankreich, Kanada, Holland, Belgien, Deutschland, Australien, Portugal, Ägypten, in den Vereinigten Staaten… betroffen. Einige Namen: Dr. Jamil Marji (Syrien), Dr. Antoine Mansour (USA), die Psychologin Wafikaa Kallasi (Libanon), der Psychiater André Patsalidès (Belgien), usw…

Haltung der Theologen

Es versteht sich von selbst, dass alle Ereignisse und Botschaften, sowie Myrna und ihre Umgebung seit mehr als 20 Jahren Gegenstand einer sehr gründlichen, ich würde sagen: mikroskopischen Untersuchung wurden! Es kamen lediglich Einwände aus theologischer Sicht! Darüber hinaus möchte ich noch anfügen, dass die zunächst zurückhaltende und dann zustimmende Haltung zweier großer Theologen von internationalem Ruf: Abbé René Laurentin aus Frankreich und Adel Theodor Khoury aus Deutschland, einer großen Begeisterung wich.

Myrnas Reisen

Vor der Botschaft vom 26. November 1987 gingen Myrnas Reisen nicht über die arabische Welt hinaus: Syrien, Libanon, Ägypten…
Nach dieser Botschaft wurde Myrna jedoch unablässig zu Gebetstreffen, die lediglich mit ihrem Zeugnis verbunden werden, eingeladen, ohne dass damit für sie der geringste finanzielle Vorteil entstand; sie macht diesen Dienst umsonst. So unternahm sie also mehrere Reisen in die USA, nach Kanada, Frankreich, Portugal, Belgien, Holland, Deutschland und eine einmonatige Reise nach Australien…
Hinzuzufügen bleibt, dass jede Reise noch in der letzten Minute annulliert werden kann, sobald wir merken, dass dadurch eine negative Spannung in der Ortskirche verursacht werden könnte, wie es 1996 der Fall war, als wir die Reise nach Puerto Rico 24 Stunden vor dem Abflug annullierten!

Die Ziele von Soufanieh

Unmittelbare Ziele: den Alltag im Gebet, in einer Haltung der Buße, in der Vereinigung der Herzen, usw. zu leben…
Ausdrücklich angestrebte Ziele der Anhänger von Soufanieh sind ganz einfach die Muttergottes und unser Herr Jesus Christus. Es geht daher darum, sich wieder auf die Botschaften zu besinnen.
Diese Botschaften sind in arabischer Sprache eine Zusammenfassung des Evangeliums und der ganzen christlichen Theologie; eine unerhört dichte und reiche Zusammenfassung.
Ich möchte hier nur die folgenden Punkte erwähnen:
Die Notwendigkeit, dass die Welt in Demut, Buße, Liebe, Freude zu Gott zurückkehrt. Die Notwendigkeit der Heiligung des Lebens und der Familie. Die Notwendigkeit, dass Christen mitten in der arabischen Welt präsent sind. Der dringende Appell zur Einheit der Kirche und zur Einheit der Herzen. Der dringende Appell zur umfassenden Liebe und zur Rückkehr zu Gott, die Bedingung für einen wahren Frieden in der Welt sind.

Zeugnisse von Myrna und Nicolas; ihre Kinder: Myriam und Jean-Emmanuel

Myrna dankte voll Demut für das, was die Muttergottes und der Herr sie zu tun baten, ohne dass sie genau wußte, warum die Wahl auf sie gefallen war! Sie bat um das Gebet aller, damit sie dieser Sendung so gut wie möglich treu sei. Sie forderte alle auf, an der Einheit der Kirche mitzuwirken und mit der Einheit in jeder einzelnen Familie zu beginnen.
Nicolas brachte seine Freude zum Ausdruck, den Herrn kennengelernt zu haben und ihm zu dienen… Er drückte auch seinen Wunsch aus, dass alle Menschen die Bedeutung des Glaubens im menschlichen Leben, aber besonders im ehelichen Leben erkennen mögen.
Myriam sagte, wie stolz sie sei, die Tochter von Myrna und Nicolas zu sein. Sie möchte, dass ihr Haus immer offen für das Gebet sei.
Jean-Emmanuel sprach von seiner Freude, zu einer solchen Familie zu gehören, aber er verhehlte auch nicht, dass er häufig ungeduldig sei, wenn er seine Mutter mit dem Gebet oder mit anderen Menschen beschäftigt sieht, was auf seine Kosten und auf Kosten seiner Schwester geht…
Am Ende dieses Treffens wurde von Myrna zuerst ein erstes Lied angestimmt:
«Marias Kinder sind entzweit, so soll es nicht bleiben. Um unsere Einheit wieder zu erlangen, beten wir zu Maria, beten wir zu ihr!»
Ein zweites Lied folgte: «Ave, Ave, Ave Maria…», das gleichzeitig auf arabisch und auf französisch gesungen wurde.

Pater Elias Zahlaoui

Annmerkung:
1) www.soufanieh.com/main.index.html

Litteratur:
Unsere Liebe Frau von Sufanieh
Gebetsbildchen (20 St.) 7,5x12,2 cm
E 3.20 CHF 5.–

HOCH


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