Micheline Boisvert
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Nachdem wir in Maria Heute Nr. 391 das Leben von Micheline Boisvert kurz vorgestellt haben sowie ihren Auftrag, das Einladende Herz Jesu bekannt zu machen, zeigen wir heute einen wesentlichen Aspekt ihres Charismas auf: Ihre Teilnahme an der Passion Jesu, insbesonders bei der Eucharistie.
Ein erster Band mit Botschaften «Jesu Einladendes Herz» Band 1, 1999 ist soeben im Parvis-Verlag erschienen. (siehe Inserat Seite 12.)
Vor Micheline hatte bereits Padre Pio Ströme von Tränen vergossen, während der Herr ihn als Priester in seinem ganzen Wesen Seine Liebe fühlen ließ, die Ihn drängt, die Seelen zu retten und sie zum Licht des Heiligen Geistes zu führen. Aus Liebe zu Jesus hat er eingewilligt, wegen seiner Tränen gedemütigt und lächerlich gemacht zu werden. Auf ähnliche Weise erlebt Micheline als Laie und Frau bei der Messe in ihrem ganzen Wesen die Passion Unseres Herrn, die Sühne und die Fürbitte für die Sünder: «Vergebung und Barmherzigkeit!» Oder besser gesagt, Christus lebt in ihr und nimmt die Leiden der Welt in Sein Heiligstes Herz auf, um sie zu reinigen. Es ist ein Leiden, das menschliches Maß überschreitet. Denn die Freisetzung der Mächte des Bösen, die in der Welt wüten, führt zu einem fürchterlichen Kampf gegen den Feind. Vor allem während der Eucharistie leidet Micheline unermesslich, und das kann sie nur mit Hilfe einer besonderen Gnade ertragen. Diese Leiden lassen erst dann nach, wenn es ihr nach großen Anstrengungen gelingt zu sagen: «Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!» Natürlich sind derartige, hörbare Leiden während der Messe sehr störend. Für Menschen, die sich innerlich dagegen auflehnen und diese Gnade des «inständigen Flehens» nicht annehmen und die daher den Sinn den Ganzen nicht verstehen wird das schnell unerträglich. Aber für jene, die bereit sind, sich mit der Passion Jesu zu vereinen, indem sie diese Tränen und Seufzer annehmen, bekommt die Messe eine ganz neue Dimension, eine ganz andere Anschaulichkeit! Der Herr lässt sie durch eine vernehmbare Äußerung tiefer in die Gegenwart des Geheimnisses des einmaligen Opfers des geliebten Sohnes des Vaters eintreten. Er erlaubt ihnen, sich auf fühlbarere Weise weil sie unsere Sinne und unsere Empfindsamkeit trifft klar zu machen, in welchem Maß das Messopfer wirklich ein außergewöhnliches Wunder ist: Es versetzt uns auf Golgotha in die Nähe von Maria und Johannes unter dem Kreuz, damit wir mit Liebe seine Schreie, seine Tränen und sein Blut auffangen. Was für ein Segen! Durch die leidende Micheline erinnert der Herr seine Gläubigen daran, dass die Eucharistie in erster Linie sein Liebesopfer, seine Hingabe an den Vater ist. Durch vielsagende Zeichen rüttelt er uns aus der Routine und aus der Gleichgültigkeit gegen seine lebendige,
wirkliche Gegenwart in der Eucharistie auf. Micheline aber legt eine große Selbstlosigkeit an den Tag, da sie bereit ist, ihr Charisma der Passion vor den streng forschenden Blicken der versammelten Teilnehmer zu leben. Im Religionsunterricht oder bei einer Predigt haben wir sicher einen Priester sagen hören, dass bei der Messe das Geheimnis vom Kalvarienberg für uns gegenwärtig wird. Diese Wahrheit wird im Charisma von Micheline offenbar.
Nachdem wir an einer Eucharistiefeier mit Micheline teilgenommen hatten und ihre Leiden während der Messe und Umsinken nach der Kommunion beobachtet hatten, baten wir sie, uns zu helfen, dieses große Geheimnis zu verstehen und tiefer zu erfassen. Micheline, was will der
M.B.: Der Herr will, dass Seine Kinder ihn mit Macht vernehmen, damit ihr Gewissen wach wird und ihr Herz von der allmächtigen Gnade Seiner Eucharistie erfüllt wird, die so sehr in Vergessenheit geraten ist. Er will ihr Gewissen wecken, damit sie ihre Gleichgültigkeit und ihren Mangel an Glauben erkennen, unter denen Er so sehr leidet. Er will, dass ihnen bewusst wird, dass Er immer noch lebendig ist und handelt, dass sich bei der Messe nicht nur ein Ritual abspielt, sondern dass Er sich wirklich für jeden von uns selbst hingibt. Diese Hingabe Seiner selbst ist nicht nur vor 2000 Jahren geschehen: Die allmächtige Gnade seiner Selbsthingabe wird uns bei jeder Messe geschenkt. Vielleicht will der Herr uns sagen, dass er von all diesen entweihten Kommunionen verletzt wird, von der Gleichgültigkeit vieler und von der Entwürdigung vieler unserer Messen.»
Der Herr wird für den großen Kampf zwischen dem Licht und der Finsternis immer Seelen erwählen, die bereit sind, sich aus Liebe zu Ihm zu heiligen, indem sie geopferte Lämmer für die Vielen werden. Micheline erlebt die Passion nicht nur auf charismatische Weise, sondern auch durch Ereignisse und Personen, die alles tun, um sie zu entmutigen und um zu ersticken, was der Herr sie erleben lässt.
M.B.: Ich war schon jahrelang nicht mehr in die Kirche gegangen. Das erste Mal, als ich an der heiligen Messe teilnahm und kommunizierte und der Herr mich kraftvoll mit der Macht seiner Eucharistie ergriffen hatte, war ich in einem unglaublichen Zustand. Ich verstand nicht, was mit mir los war. Nach dem Ergriffenwerden bin ich mit einer Person, die mich in die Kirche begleitet hatte, unter großen Schwierigkeiten nach Hause zurückgekehrt, denn mir fehlte jegliche Kraft. Ich rief sofort Schwester Margot an, um sie zu fragen, was mit mir los sei. Sie hat mir geantwortet: «Danke Gott von ganzem Herzen, denn dir wird die Gnade der Eucharistie geschenkt.» Und seither lebe ich dieses große Geheimnis der Liebe vereint mit dem eucharistischen Jesus. Und heute ergreift mich der Herr weiterhin auf dieselbe Weise
M.B.: Ich habe den Eindruck, dass ich ständig von der Hölle verfolgt werde, und ich erleide viele körperliche und seelische Angriffe. Es ist unglaublich, wie viele seelische Verfassungen der Herr mich erleben lässt. Vereint mit meinem guten Jesus bitte ich Ihn, mir zu Hilfe zu kommen und mich von allen diesen Leiden zu befreien. Er hört immer mein Flehen und meine Tränen und lässt Sein Licht über mir, in meiner Seele und in meinem ganzen Wesen aufstrahlen. Und in diesem Moment werde ich unter vielen Tränen befreit; meine Seele wird von diesem Licht befreit. In diesen Augenblicken der Gnade findet meine Seele immer wieder Frieden.
Manchmal lässt mich der Herr nach dem Ergriffenwerden und mehr noch wenn ich allein bin die Leiden Seiner Passion durchmachen: Mein Leib ist dann schweißgebadet. Er lässt mich die inneren Blutungen spüren, die Jesus selbst in seinem Leib erlitten hat denn Sie wissen, dass man meinen Guten Jesus unermüdlich geschlagen hat und in bestimmten Augenblicken wird mir geschenkt, in diesem Licht diese Ereignisse seiner Passion zu sehen.
Dann höre ich, wie die Leute um ihn schreien und brüllen
und er lässt mich sogar seinen letzten Atemzug am Kreuz erleben. Dann fühle ich die Blutgerinnsel, die in seiner Kehle hinabliefen
und diesen Augenblick des Erstickens, da das Leben seinen Leib verließ und er rief: «Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.» Und in diesem Augenblick lässt der Herr auch mich diese Worte ausrufen. Und wenn ich in diesen heftigen Leiden und Schmerzen, die ich durchmache vor allem im Schmerz des durchbohrten Herzens Jesu diese Worte der Vergebung ausspreche, befreit mich der Herr von allem, was ich an körperlichen und seelischen Leiden durchmache. In diesen Augenblicken der Gnade habe ich den Eindruck, dass ich so tief mit diesem Licht vereint bin, dass ich selbst ein biss-chen Licht geworden bin. Und während der ganzen Messe lässt mich der Herr durch Tränen, Seufzen und Flehen inständig um Seine Vergebung und Seine Barmherzigkeit bitten für die entweihten Kommunionen, für die Gleichgültigkeit seiner Eucharistie gegenüber, für den Hass und die Angst, für manche Leiden, die die Seelen ertragen, und für die Schwärze und die Finsternis, die in dieser Menschheit herrschen.
M.B.: Wenn ich die Kommunion empfange, hört alles unvermittelt auf, und ich werde von der Liebe und dem Frieden Gottes durchdrungen. Mein Herz und mein Leib brennen dann in der Macht der eucharistischen Liebe, die Jesus mich erfahren lässt.
Durch das Eingreifen des Heiligen Geistes macht Gott aus uns das Abbild seines Sohnes. Micheline lebt auf besondere Weise, was der Apostel Paulus die Römer lehrt: (Röm 8,26-27) «So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selbst tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.»
M. B.: Wenn Leute zu einer Messe eingeladen werden, erklärt man ihnen zunächst, was sie erleben werden. Man betet auch den Rosenkranz vom Einladenden Herzen, bei dem man den allmächtigen Heiligen Geist der Befreiung, der Erlösung, der Heilung und des Wunders erbittet. Und schon in diesem Augenblick wirkt der Herr kraftvoll im Unsichtbaren und bereitet die Herzen und die Seelen darauf vor, Sein Brot des Lebens zu empfangen. Und mehr noch: Durch die Leiden, die ich während der Messer durchmache, und durch die inständigen Bitten um Vergebung und Barmherzigkeit lässt der Herr kraftvoll über jeden von ihnen die allmächtigen Gnaden Seiner Eucharistie aufbrechen. Das kann nicht anders sein, und das ist sehr störend für die Finsternis, die sie in sich tragen.
Im Gebet hat die Gruppe, die mich im Haus «Jesus unser Lehrer» begleitet hat Pater Marcel, Pater Gratien und Schwester Margot die Gabe der Unterscheidung für diese Tränen erhalten.
Wenn Sie die Gnade haben, an einer Eucharistie mit Micheline teilzunehmen, so nehmen Sie das, was Sie empfinden, als eine Gnade an, damit der Herr in Ihnen handeln und Sie heilen kann. Die Jungfrau Maria bittet Sie, Ihre Aufmerksamkeit nicht auf Micheline zu richten, sondern auf die Person ihres Sohnes, der in Seinem Einladenden Herzen die Leiden der Welt entgegennimmt, die durch sein Werkzeug hindurchgehen.
Christian Parmantier
Es handelt sich um das Geheimnis der Vereinigung mit Jesus in der Hingabe seiner selbst an seinen Vater um der Menschheit willen. Seitdem Micheline zur Kirche zurückgeführt wurde, erfährt sie die lebendige und wirkliche Gegenwart Jesu und der Eucharistie und legt ungewollt kraftvoll Zeugnis dafür ab. Wenn sie die Kommunion empfängt, wird sie mystisch von dieser Gegenwart «ergriffen». Dann wird sie in großer Intensität und in der unbezweifelbaren Macht der Liebe mit dem lebendigen und unermesslich liebenden Jesus vereint. Sie wird vollständig in und von der eucharistischen Gegenwart «mitgerissen» und fällt augenblicklich blitzschnell um. Das ist sehr erstaunlich und ergreifend für den, der ihr die geweihte Hostie, den Leib Christi gibt
Dieses Kind Gottes ist mit der Passion Jesu, mit seiner Liebe zu jedem von uns und zu allen Sündern der Erde vereint
Dieses Charisma der Passion drückt sich bei ihr in überaus schweren Leiden aus. Der Herr hat mir mehrmals die Gnade geschenkt zu sehen, wie sie das Leiden Jesu am Kreuz oder während seiner Passion erlebt. Dabei war mein Herz zutiefst betroffen, erschüttert und berührt. Ich kann an einer solchen Teilnahme nicht zweifeln, weil ich sie mit meinen eigenen Augen gesehen habe und sie mir in meinem Herzen im Verlauf von zwei Jahren geistlicher Begleitung nach und nach bestätigt wurde. Das Herz Jesus nimmt alles in ihr entgegen gemäß dem Geschenk des Vaters. Er bittet sie in ihrem Herz, ihrem Leib und ihrem Geist um ihre Einwilligung. Das Herz Gottes zeigt sich mit übergroßer Macht, indem Jesus in ihr alles entgegennimmt. Das geschieht vor allem in der Eucharistie, wo sie die Vereinigung mit dem Opfer Jesu und mit seiner Hingabe an den Vater um der Menschheit willen erlebt. Mein Herz ist tief von Liebe erfüllt für alles, was da vollbracht wird!»
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