Mirella Pizzioli
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In Maria heute berichten wir regelmäßig über Gottes Wunder, die sich rings um uns ereignen:
«Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!
Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit1,
bei allen Nationen von seinen Wundern!» (Ps 96, 2-3)
Auch jetzt berichtet die Zeitschrift Maria heute wieder von den Wundern Gottes, indem wir Ihnen durch ein Charisma, das Mirella Pizzioli empfangen hat, von Seiner Barmherzigkeit künden: es ist das Charisma der Gemeinschaft mit den Heiligen, der Gemeinschaft mit den im Jenseits Lebenden. Hier nun eine Botschaft der Freude und des Trostes, die Sie tief berühren und Ihr Gottesbild verändern wird.
Wer hat die Geheimnisse des Jenseits jemals durchdrungen? Wer wird uns sagen, was auf der anderen Seite geschieht, auf «der Seite Gottes», wenn nicht Gott selbst es uns sagt?2
Manche haben Angst vor dem Tod; andere wollen nichts mehr glauben, aber alle stellen sich Fragen. Und das umso mehr, als die Kirche in den Herzen vieler Menschen untergegangen ist und sich ein verschämtes Schweigen vieler Priester breitmacht, wenn es um die Fragen der Letzten Dinge geht. Daher antwortet Gott auf die Gebete und die Rufe seines Volkes und kommt ihm zu Hilfe. Ist er nicht der Retter seines Volkes? Das hat der Heilige Geist im Laufe der Heilsgeschichte oftmals in Erinnerung gerufen und er tut es auch heute wieder.
Eines Tages flüsterte der Herr leise in Mirella Pizziolis Ohren, daß die Worte, die er zu ihr spricht, durch die ganze Welt gehen werden, um Licht und Trost zu spenden. Und der Himmel sagt, daß alle diese Worte, die von Gott, von Maria, von den Engeln, von den Heiligen des Himmels, oder von den Seelen im Fegefeuer kommen, Ausfluß des göttlichen Willens sind: «Es wurde dir gesagt, daß wenn auch nur ein einziger von uns mit dir redet, es so ist, als ob das ganze Paradies sprechen würde. Denn wenn ein einziger spricht, spricht er durch den Mund Gottes, und dort, wo Gott und sein Wort ist, dort ist die Fülle, die Vollendung jedes Gedankens und jedes Geschöpfes.»
Der Parvis-Verlag freut sich, daß in diesem Monat ihr erstes Buch auf deutsch erscheint: «Weit offen steht der Himmel». Ein Fest an Zärtlichkeit und Hoffnung! Eine große Liebesinnigkeit wird in Ihr Herz kommen und die Beziehung zu Ihren Verstorbenen wird stärker.
In diesem Buch erzählt Mirella anhand von vielen Erfahrungen ihr erstaunliches Abenteuer mit dem Himmel, der armseligen Menschen entgegengeht, die zudem in den meisten Fällen vom Verlust eines geliebten Menschen betroffen sind. Wie empfängt sie die Botschaften? Sie wird sanft angeregt, um die «Diktate», die ihr durch Gottes Willen vom Himmel zukommen, niederzuschreiben.
Sie schreibt natürlich, ohne Zögern und ohne Zweifel. Dann redigiert sie die Texte, die keiner Korrektur bedürfen. Beim Schreiben empfindet sie keinerlei Ermüdung, im Gegenteil: sie verspürt eine außerordentliche geistige Freude. Sie sieht diejenigen, die mit ihr sprechen und sie hört deren Stimme in ihrem Herzen. Zugleich nimmt sie auch alles wahr, was um sie herum geschieht. Eine andere, übernatürliche Dimension kommt zu unserer normalen Dimension hinzu. Der Inhalt der Botschaften befindet sich immer in Übereinstimmung mit der geoffenbarten Wahrheit. Sie sind eine Einladung zur Freude, sie öffnen das Herz und den Geist für die Hoffnung: «Gott und sein himmlisches Volk sind bei uns und sie nehmen uns mit einer unbeschreiblichen Liebe an die Hand; sie sprechen sanft zu uns, ohne uns Angst zu machen, und allmählich beginnen die Herzen, ihn kennenzulernen und daher lieben sie ihn auch, sie beten ihn an und achten ihn.» Was Mirella am meisten erstaunt, ist die Alltäglichkeit, die Permanenz des Übernatürlichen, die Kontinuität, mit der sich all das ereignet Tag und Nacht. Um das zu verstehen und zu akzeptieren muß man sich auf die «Frequenz des Glaubens» begeben: Gott Wahrheit Ewiges Leben unendliche Liebe Credo Evangelium Eucharistie existieren, um zu leben. Mirella hat nie um Zeichen oder Charismen gebeten. Sie stellt den Seelen nie Fragen. Sie kommen als Gesandte Gottes, wenn sie für alle Menschen betet, die der Herr ihr zugeführt hat, und für alle, die sie um Hilfe bitten, unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Religion, ihrer Notlage.
Mirella ist seit 25 Jahren verheiratet, aber kinderlos. Nachdem sie gemeinsam mit ihrem Mann, der jetzt im Ruhestand ist, gearbeitet hat, hält sie jetzt das Haus in Ordnung und empfängt während der Woche an den Nachmittagen die Menschen, die ihre Charismen in Anspruch nehmen wollen. Sie ist ein «Briefträger» zwischen Himmel und Erde und wohnt heute am Rand des hübschen Ortes Santarcangelo Di Romagna, 5 Kilometer westlich von Rimini (siehe Beschreibung).
Viele Menschen kommen zu Mirella Pizzioli. Stets betet sie mit jedem einzelnen, sie hört zu und spricht. Jedesmal intervenieren die himmlischen Wesen und Mirella nimmt in Form von Diktaten die Botschaften jener geliebten Menschen auf, die diese Welt verlassen haben. Wenn jemand krank ist, legt sie ihm die Hände auf, salbt mit Öl und bittet zum Herrn, der die Seele heilt und Erleichterung im Leiden schenkt.
Manchmal ist sie erschöpft und bittet um ein wenig Ruhe, aber Jesus erwidert ihr, daß noch so viel zu tun ist. Manchmal kommt er, um sie zu trösten und sie in ihrer schwierigen Aufgabe zu ermutigen: Tränen, Seufzen
Mirella steht in Kontakt mit dem Zentrum des Leidens; sie hilft, das Kreuz zu tragen und nimmt es auf ihre eigenen Schultern. Manchmal kommt auch ihr Schutzengel, der ihren Willen stärkt und sie zur Arbeit anregt, wenn sie vom Telefonieren oder von der Korrespondenz erschöpft ist
Wenn sie mit den Menschen betet, kommen die himmlischen Wesen, um Mirella ihre Gedanken und Gefühle zu diktieren; der Heilige Geist (so wurde ihr gesagt) übersetzt das, was Mirella mitgeteilt wurde, für sie in menschliche Worte. Natürlich sind die Worte «steril» und drücken das Gesagte nie völlig aus. Wie soll man ein Gefühl ausdrücken? Die Leute sind überrascht, wie Mirella ihre Verwandten oder Freunde beschreibt, die sie nicht kennt. Wenn sie Mirella fragen, kann sie nicht beantworten, warum oder wie sie sie sieht.
Mirella, die Zeuge so vielen Wunder ist, könnte sich Illusionen über sich selbst machen, aber sie bewahrt einen kühlen Kopf und bekennt: «Ich weiß, wer ich bin: nichts und abermals nichts. Eine gewöhnliche Frau, die wirklich keine Macht hat. Es ist diese absolute Gewißheit, nichts zu sein, die mir einen unglaublichen Frieden schenkt. Gott allein ist groß und ihm sollen wir danken.»
Gott zeigt seine Macht und sein Erbarmen gerade durch die Kleinsten. Daher geht es nicht um Mirella, sondern um Gott, der seinen Weg über Mirella nimmt. Mehr, als alle anderen ist Mirella erstaunt und mit ihrem wissenden Nichtwissen dankt sie Gott aus ganzem Herzen. Und dies umso mehr als hinter ihr eine unsichtbare Schar steht, die darum bemüht ist, daß sich Gottes Heilswerk in den mehr oder weniger verlorenen Seelen konkret verwirklicht und daß alle Gottes schönes Antlitz entdecken.
Es kommt vor, daß Mirella, unabhängig davon ob sie allein ist oder nicht, sieht, wie Seelen aus dem Fegefeuer in Stille kommen und dabei den Boden berühren (im Unterschied zu den Seelen, die im Himmel sind). «Sie sprechen nie. Sie bitten immer um unsere Hilfe: sie dürsten nach Gebeten und finden Erquickung bei jedem liebenden Gedanken von uns.»
Auch die Engel sind gegenwärtig und intervenieren gemeinsam mit ihr im Gebet. Einer von ihnen Cherubino wurde ihr zur Seite gestellt, um sie zu belehren.
Das Charisma der Schrift zeigt sich durch innere Einsprechung. In einem solchen
Augenblick verschwindet alle Müdigkeit, Mirella fühlt sich ganz frisch und voll geistiger Freude. Wenn sie Botschaften empfängt, sieht sie denjenigen neben sich und sie beschreibt ihn, indem sie seine Charakterzüge und die körperlichen Besonderheiten hervorhebt, die jener auf der Erde hatte. Das ist eine «Sprache», die von den himmlischen Wesen verwandt wird, um sich erkennen zu lassen und einen ganz menschlichen Aspekt zu zeigen, der ihrer Familie bekannt ist, den Mirella jedoch nicht kennt. Wenn das himmlische Geschöpf sieht, daß es verstanden wurde, verschwindet alles, was auf der Erde ein Fehler war und es zeigt sich in seiner heiligen Schönheit, die aus Licht und Harmonie besteht.
Mirella hatte das, was ihr widerfuhr, lange für sich allein behalten bis zu dem Tag, an dem sie von Klara, die ihr half, die Botschaften zu tippen, gefragt wurde: «Aber warum sagst du uns nicht, wie das angefangen hat?» Mirella hat jedoch Scheu, über sich selbst sprechen zu sollen, ihre Seele und persönliche Dinge, die voller Emotionen sind, zu enthüllen. Klara läßt nicht locker: «Bist du dir bewußt, daß es außergewöhnliche Dinge sind: du siehst Wesen aus dem Jenseits, du hörst ihre Stimmen
Du kannst all das nicht länger nur für dich allen behalten, viele würden gerne davon erfahren
»
Mirella rief den Herrn zu Hilfe, während lebhafte, aktuelle, schmerzliche und bewegende Erinnerungen in ihr aufstiegen
Sie blickt in die Augen ihrer gelähmten Mutter, die leidend und sterbend im Krankenhaus liegt, aber in ihrer Hingabe und Aufopferung so schön ist. Sie liebt sie so sehr, aber sie fühlt sich so ohnmächtig und kann ihr nicht helfen
Noch hofft sie, daß Gott sie heilen wird
Sie betet
Schließlich bittet sie darum, daß ihr ein Priester die Sterbesakramente spendet
und in einem einzigen Augenblick ist ihr ganzes Leben erschüttert: alles ist zu Ende, ihre Mutter leidet nicht mehr: die Hoffnung ist vorbei, vorbei die Gespräche, vorbei das Lachen
es wird niemals mehr so wie früher sein; alles ist vorbei.
Nun beginnt für Mirella die Trauerarbeit, die für sie besonders schwer ist, da sie und ihre Mutter in sehr tiefer Liebe verbunden waren. Tränen, passive Annahme, dann wieder Auflehnung, Desorientierung
begleiten ihre Gebete: «Herr, du sagst, daß das Leben nicht beendet, sondern nur verwandelt ist, aber wenn Mama immer noch lebt, wie kann es dann sein, daß ich überhaupt kein Zeichen erhalte?» Täglich kehren dieselben Gedanken, dieselben Gebete wieder. Eines Abends nimmt Mirella instinktiv und ohne daß sie es sich erklären kann, einen Stift zur Hand. Und monatelang wartet Mirella vor ihren weißen Blättern, den Stift in der Hand, auf «etwas», ohne überhaupt zu wissen, auf was. Sie fleht den Herrn an: «Gott kann alles, wenn er es will, kann er es».
«Nachdem ich dann eines Abends den Herrn um die Freude gebeten hatte, meine Mutter lebendig und anwesend zu wissen, begann meine Hand eine kleine Blume zu zeichnen und ich hörte ganz klar und deutlich ihre Stimme, die mir im Dialekt sagte: Ich kann nicht zeichnen, ich kann nur diese kleine Blume zeichnen. Das kam so schnell, die Stimme, die kleine Blume
ein Satz, den ich mehr als tausend Mal gehört hatte, denn sie konnte wirklich nicht zeichnen.»
Ich habe noch nicht verstanden, warum ich diesen Stift zur Hand genommen habe. Ich habe mir sogar gesagt, daß ich wegen meines Insistierens Jesus Kopfschmerzen bereitet habe und daß er schließlich lächeln mußte.»
Später erklärte ihr Jesus die Gründe, warum er Engel oder Verwandte schickt, die Botschaften mitteilen sollen: «Es ist einfach eine Zärtlichkeit meines Herzens», sagte er. (Siehe auch den eingerahmten Text auf S. 21).
Dein Wille geschehe, Herr
Und dann? Mirellas Weg führt von überschwänglichen Freuden zu großen Angsten, von Zweifel zu vielen Fragen: «Warum soll ich zahllose Seiten schreiben
?», usw
Mirella vernimmt nun Worte in ihrem Herzen und schreibt, als würde ihr jemand diktieren, aber als sie sich wirklich bewußt wird, was ihr widerfährt, will sie davon nichts mehr wissen: «Keinen Stift mehr, es reicht! Das ist doch alles verrückt! Als ob Gott mit mir sprechen könnte!»
Monatelang widersteht sie, während der Himmel auch weiterhin in ihr Leben eingreift: Wohlgerüche, sanfte Worte, Einladung zum Gebet
Die Menschen, die ihr nahestehen, versuchen ihr begreiflich zu machen, daß diese Gaben nicht nur für sie bestimmt sind, sondern daß sie vielen Menschen damit helfen könnte
Schließlich kapituliert sie. Sie ist bereit, den Willen des Herrn mit Liebe anzunehmen. Augenblicklich verschwindet die Last, die auf ihren Schultern lag und der Himmel beginnt mit seinen Unterweisungen. Sie dürstet nach Gott, sucht einen Seelenführer und macht sich auf den Weg, das Evangelium vor Augen und den Rosenkranz in ihren Händen. Der Himmel läßt sie über ihre Armut hinauswachsen. Sie erkennt die Gaben Gottes; Menschen finden zum Glauben zurück. Sie macht außergewöhnliche Erfahrungen: himmlische Wesen zeigen sich ihr; sie sieht, wie sie sich bewegen, wie sie lächeln und sie hört ihre Stimme. Herrliche Seelen aus Licht übermitteln ihr ihre Wünsche und diktieren ihr ihre Gedanken; Seelen aus dem Fegefeuer kommen und bitten sie weinend um ihr Gebet. Manchmal (aber selten) kommen auch Seelen der Finsternis zu ihr.
Mirella will ein gewöhnlicher Mensch bleiben, «normal» wie sie sagt; ein Mensch, der ein normales Leben führt, der nur etwas bewußter ist und etwas mehr Glauben hat.
«Ja, es stimmt, Gott zeigt seine Größe, seine Macht, seine Barmherzigkeit, seine Liebe, sein Erbarmen durch die schlichtesten Geschöpfe.
Jesus spricht zu mir, Maria spricht zu mir, die Engel sprechen zu mir: das heilige Reich Gottes neigt sich zu mir, um mir zu helfen und um euch zu helfen, um mich zu lieben und um euch zu lieben.
O, wenn es uns doch gelingen würde, unsere Augen öfter zum Himmel zu erheben! Dann hätten wir mehr Kraft, um auf der Erde zu leben! Warum weisen wir die Gnaden des Herrn zurück? Zum Glück ist Gott geduldig, so geduldig mit uns
»
In Psalm 88 lesen wir: «Wirst du an den Toten Wunder tun, werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen? Erzählt man im Grab von deiner Huld, von deiner Treue im Totenreich?» Ja, auch in unserer Zeit bestätigen uns die Zeugnisse, die Mirella empfangen hat: Gott tut an den Toten Wunder, denn sie leben («Ich glaube an das ewige Leben»), sie verkosten die Unermeßlichkeit seines Erbarmens. Ohne Unterlaß lobpreisen sie ihn und sie finden in unseren menschlichen Worten nicht die Worte, um ihm zu danken und ihn zu verherrlichen. Vor ihm gibt es keine Finsternis, daher besingen sie die Wunder Gottes und teilen sie mit uns. Freude im Himmel, jauchze Erde! Der Herr hat Wunder an uns getan.
Anmerkungen:
1. Wie aber können sie davon erfahren, wenn ihr sie nicht verkündet? Diese Offenbarung ist vor allem für jene, die den Glauben aufgegeben haben, für die Gott weit weg, ja sogar abwesend ist
2. Siehe Katechismus der Katholischen Kirche, beispielsweise zum Thema «Ewiges Leben»: § 1020-1041.
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