Die Mutter Gottes erscheint in Rumänien (2)

Die Früchte der Erscheinungen von Seuca

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In Seuca werden die Herzen von außergewöhnlichen Gnaden überflutet. Tausende von Personen empfangen das Sakrament der Versöhnung. An Erscheinungstagen sind 15 bis 20 Priester anwesend und hören stundenlang Beichte.
An den Erscheinungstagen vom 21. Oktober 2000, vom 17. Juni und 22. September 2001 wurden zwischen 2.000 und 10.000 Kommunionen ausgeteilt. Das ist ungeheuer für ein Dorf von 1.500 Einwohnern. Von 8 Uhr bis 17 Uhr geben die Teilnehmer mit demselben Eifer und demselben tiefen Glauben Zeugnis.

Der Ablauf einer Erscheinung

Rozsika sagt, dass eine 70-75 cm große Statue aus Licht im Vorraum des Heiligtums erscheint. Außer ihr sieht sie niemand. Über dem Kopf der Statue leuchtet eine Krone aus 12 Sternen. Eines dieser Lichter, die von den 12 Sternen ausgehen, wird ganz intensiv und überflutet alles mit seinem strahlenden Licht. Dann verwischt die Statue aus Licht, als würde sie sich langsam zurückziehen. Während der Erscheinung wird nur das himmlische Licht wahrgenommen.
«Die Farbe dieses Lichtes ist ein bisschen golden. Aber in Wirklichkeit ist sie mit keiner anderen irdischen Farbe zu vergleichen, die ich kenne. Die Töne dieses übernatürlichen Lichtes sind in Schwingung. Dieses himmlische Licht hat seine Quelle in sich selbst.
Aus diesem Licht kommt eine menschliche Stimme. Diese überirdische Stimme ist jedoch so unbeschreiblich angenehm, anziehend und faszinierend, dass sie alles vergessen lässt, was uns umgibt, sogar den Schmerz», sagt die Seherin.
«Die Begegnung mit der Heiligen Jungfrau versetzt mich überhaupt nicht in Ekstase. Nichts ändert sich. Um mich herum ist alles natürlich: die Stille, mein Husten... Ich bin wie vor der Erscheinung, als ich das Vater unser und das Gegrüßet seist du Maria im ersten Gesätz meines Rosenkranzes gebetet habe.»
Dieses himmlische Licht, das die Blinde durch ein Wunder sehen kann, und diese Botschaft, die sie mit ihren menschlichen Ohren hört, gehören zum Leben von Rozsika. Im Innern der Kirche von Seuca erleuchten die Stimme und die Botschaft der Mutter Gottes den Verstand der Seherin.

Das himmlische Licht

Während der drei oder vier jährlichen Erscheinungen und auch bei anderen Gelegenheiten wird der Seherin dieses himmlische Licht zuteil und stärkt und tröstet sie für kurze Zeit.
«Das Licht dauert nur ganz kurz, aber die Wirkung dieses himmlischen Lichtes ist trotz seiner Kürze außerordentlich stark. In diesem Licht, das schneller vergeht als ein Blitz, tut mir nichts mehr weh; mein Leib und meine Seele werden mit Freude erfüllt, wie wenn sie in die Herrlichkeit eingezogen wären. Danach kommt der Schmerz wieder und alles fängt erneut an.»
Rozsika weiß weder, wie dieses Licht durch die geschlossenen Fenster dieser Kirche dringt, noch wie aus diesem «Licht» jene Stimme kommt, die ein schwaches und fehlbares menschliches Wesen vernehmen kann.
Es ist auch ein Geheimnis, wie dieses Licht der Erscheinung die Treppe, das Heiligtum oder den Altar vor der Kirche wieder verlässt. Dieses übernatürliche Licht verschwindet nicht auf einmal, sondern langsam und allmählich. Dieses selige Licht beleuchtet die Wünsche der Heiligen Jungfrau von Siebenbürgen, die darum bittet, dass man betet und drei Mal pro Woche am Montag, Mittwoch und Freitag bei Wasser und Brot fastet. Seliges Licht, das uns als Licht zwar wieder verlässt, dabei aber das Herz der Pilger erfüllt, die hierher kommen, ohne dass die Welt dies weiß oder wahrnimmt.

Eine Naturkatastrophe durch Gebet abgewendet

Am 21. März 1999 bat die Heilige Jungfrau Rozsika, eine Gruppe von sieben treuen Katholiken und eine Gruppe von sieben orthodoxen, rumänischsprachigen Christen zu gründen: Sie sollten beten und sühnen. Die Mitglieder dieser Gruppen sollten den Rosenkranz beten und die Barmherzigkeit Gottes anflehen, dass sie eine Gefahr abwende, die dem Dorf droht.
Ende Mai ging ein schreckliches Gewitter mit Hagel auf alle benachbarten Dörfer nieder. Nur Seuca blieb verschont. Die Ernte wurde zerstört, und an mehreren Orten zerbrachen sogar die Fensterscheiben der Häuser.
Das Dorf Seuca blieb jedoch unversehrt, zudem war die Ernte dort besonders reich. Selbst die Skeptiker von Seuca erinnern sich an dies Ereignis und nennen es nun eine Art Zeichen des Himmels.
Rozsika hat mir mündlich mitgeteilt, dass die Heilige Jungfrau schon 1997 von Überschwemmungen, Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Erdrutschen, Hungersnöten, Trockenheit, häufigen Flugzeugunglücken, Zerstörungen durch Taifune und von einer neuen, unheilbaren, tödlich verlaufenden Krankheit gesprochen habe. Doch die eigentliche Botschaft übermittle sie ihr erst jetzt. Wegen der kommenden Trübsal Jerusalems war Rozsika bereit, jeden Tag immer mehr zu leiden. Und sie hat Herrn Molnar mitgeteilt, dass sie an ihrem Geburtstag, dem 4. November 2000, den ganzen Tag beten konnte, ohne zu leiden. Das war für sie ein Geburtstagsgeschenk der Heiligen Jungfrau.

Die Kirche ist zugegen

Der Gemeindepriester Etienne Görgy, der auch Rozsikas Beichtvater ist, gehorcht seinem Erzbischof in allen Punkten. Im Lauf der Zeit wächst die Überzeugung, dass die Erscheinung echt ist.
Was den Erzbischof anlangt, so verfolgt er die Ereignisse, hat jedoch noch nicht offiziell Stellung dazu genommen. In einem Hirtenbrief vom Januar 2000 erwähnt er jedoch, dass nach dem Zeugnis der Seherin ihr unsere Mutter Maria erscheine.

André Castella

HOCH


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