Lucie und die große Botschaft vom Kreuz
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Im September 2002 wird Lucie 2 Konferenzen in Deutschland abhalten (siehe Informationen).
Mehrere Bücher sind seit einiger Zeit beim Parvis-Verlag erschienen.
Heute zeige ich mein Kreuz, damit sich meine Gläubigen um es herum versammeln und seine Lehre der Liebe befolgen. Ich zeige mein Kreuz, damit meine Gläubigen sich mit meinem Herzen verbinden und meinem Geist folgen. Die Feinde meines Kreuzes werden zuschanden gemacht werden. Die Empörer gegen meinen Geist werden zermalmt werden.. Der Heilige Geist wird als Sieger hervorgehen. Meine Auserwählten werden auf der Stirn mit dem Zeichen des Kreuzes versehen werden.» (Buch «Die große Botschaft vom Kreuz», Seite 117)
Sie stellt sich vor:
Alles hat am 4. März 1979 angefangen.
An jenem Tag, dem ersten Fastensonntag, waren wir, mein Gatte und ich, zum Mittagessen bei Freunden eingeladen. Es war am Nachmittag im Wohnraum, die Unterhaltung ging über Gott. Dieser Freund befand sich auf der Suche auf dem Gebiet des Glaubens, daher stellte er mir viele Fragen. Ich habe zu ihm von Gott gesprochen, von dessen Liebe zu den Menschen
Doch ich, das muß ich schon sagen, stand kaum in Flammen. Gewiß redete ich viel von ihm und ich dachte es auch aber ich war weit davon entfernt, all das zu empfinden!
Ich war aus einer katholischen, sehr praktizierenden Familie hervorgegangen, doch mit meiner Heirat und den Kindern hatte ich Gott vergessen, und ich war sehr beschäftigt mit den Gütern dieser Welt
An Gott glaubte ich wohl! Ich habe immer den Glauben gehabt. Aber ich sah ihn sehr weit weg, fernab in seinem Himmel, unerreichbar für die Menschen.
Ich war eine laue Seele. Nur Gleichgültigkeit empfand ich für ihn; ja, höchstens Furcht, das ist aber alles! Ich betete sozusagen nie. Aus Pflicht ging ich fast jeden Sonntag zur Messe, ich suchte jedoch gar oft Entschuldigungen, um mich davon zu befreien.
Als die Kinder klein waren, blieb ich jahrelang fern. Was die Kommunion betrifft, so empfing ich sie gelegentlich, doch ohne Liebe. Wenn meine Mutter zu mir über Gott sprach, hörte ich ihr geduldig zu, doch schnell änderte ich den Gesprächsstoff, denn es langweilte mich.
Doch Gott kennt seine Stunde. Und an diesem Abend wartete er auf mich
Wir verabschiedeten uns also von unsern Freunden, und ich sehe mich noch, wie ich in den Wagen einsteige neben meinem Mann. Genau in dem Augenblick, wo ich mich hinsetzte, empfand ich plötzlich eine große Liebe zum lieben Gott.
Diesem Gott, den ich so fern glaubte, begegnete ich ganz plötzlich! Warum? Wie? Es war wie ein großes Licht, das in meinen Geist hinabstieg und eine große Wärme im Herzen. Und darüber war ich so glücklich!
Von diesem Augenblick an setzte sich mein Denken in Gott fest und ließ ihn nicht mehr los.
So empfand ich ein starkes Bedürfnis zu beten, was ich denn auch im Wagen tat. Nach Hause zurück, schloß ich mich in mein Zimmer ein und fiel auf die Knie, um zu beten, beten, immer nur beten
Ich kannte mich nicht mehr wieder. Ich bekam keine Ruhe, solange ich nicht gebetet hatte. Manchmal kam es über mich während meiner Arbeit im Haushalt; wenn ich allein war, fiel ich auf die Knie um zu beten; wenn Leute da waren, ging ich rasch in mein Zimmer hinauf. Ich wurde immer zum Beten angetrieben. Und da dies etwas Gutes ist, leistete ich keinen Widerstand.
Ein neues Leben fing für mich an: Ich war glücklich, wie ich es noch nie gewesen war. Schon war ich nicht mehr auf der Erde, meine Seele bekam Flügel
In wenigen Tagen gab ich mir Rechenschaft über meine Mängel, über meine Sünden, und ich habe viele Anstrengungen gemacht, um mich endgültig davon zu befreien.
Sodann fühlte ich mich dazu angeregt, besonders zwei Tugenden zu üben: die Demut und die Liebe. Ich hätte mit weit ausgebreiteten Armen durch die Straße ziehen mögen, so sehr «liebte ich jedermann»! Zur selben Zeit fühlte ich mich von allem losgelöst, was früher meine Freude ausmachte: mich zu putzen, mich zu schmücken mit Juwelen, Pracht aufzuwenden, Behaglichkeit usw. Das alles war mir verhaßt geworden, ja dermaßen idiotisch! Ich lebte in einer andern Welt, und ich war so glücklich! Ich hatte das einzige Glück auf Erden gefunden: Gott!
Mein Gebetsleben setzte sich im selben Rhythmus fort. Dann begann ich Zweifel zu bekommen. Ich sagte mir, daß ich nicht soviel beten sollte, daß es gut sei für die Heiligen, daß ich alles aufgeben sollte, usw. Unter diesen Gedanken habe ich viel gelitten, aber ich habe immer durchgehalten, und ich betete weiterhin, auch dann, wenn ich keine Lust dazu verspürte.
Da es dem Teufel nicht gelang, mich Jesus zu entreißen, gab er mir häßliche Gedanken gegen die Muttergottes ein. Und auch das verursachte mir viel Leid. Nach den großen Anwandlungen von Liebe und Glück, die ich empfunden hatte beim Denken daran, daß Gott mich der Finsternis entrissen und in sein wunderbares Licht zurückgeführt hatte, lernte ich zu diesem Zeitpunkt Niedergeschlagenheit und Entmutigung kennen. Ich wäre gern einem Priester begegnet, damit er mir helfe, mich verstehe und mich unterstütze, doch ich fand keinen. Da flehte ich nun inständig und nachhaltig zu Jesus, mich nicht im Stich zu lassen, denn ich fühlte, daß ich allein verloren sei, und ich wollte nicht in mein früheres Leben zurückfallen.
Im Monat Juni fragte ich Jesus, ob er zufrieden sei mit all meinen Gebeten, ob sie ihm angenehm seien. Am 12. Juli gab er mir Antwort. An jenem Tag während meines innern Gebetes fühlte ich mich von einer tiefen Sammlung durchdrungen, etwas sehr Starkes, das mich in mich einkehren ließ. Dann spürte ich, wie mein Geist entwich. Ich versuchte umsonst, ihn zurückzuhalten
Im Monat August verreisten wir mit den Kindern, und mein Herz hörte nicht auf, sich für Jesus zu entflammen. An einem bestimmten Tag, als ich die schöne Tugend des Verzichtens hatte üben müssen, sagte Jesus zu mir: «Bringe mir dieses große Opfer, und ich werde dich belohnen!» Ich habe es getan. An jenem Tag erlebte ich einen wundervollen Tag, einen Tag der Liebe. Den ganzen Tag hindurch dachte ich an Jesus, durch alle meine Beschäftigungen hindurch ging mein Denken immer wieder zu ihm zurück, und dann erzitterte meine Seele vor Freude, und mein Herz machte Freudensprünge. Ich war so glücklich, daß es mir eilte, am Abend allein in meinem Zimmer zu sein, um Jesus während des innern Gebetes anbeten zu können.
Als es Abend geworden war, begann ich Jesus mit meinem ganzen Herzen zu bitten und anzubeten. Ich warf mich nieder mit der Stirn zum Boden und dort spürte ich von neuem, wie mein Geist mich verließ. Diesmal hatte ich keine Angst mehr und leistete keinen Widerstand mehr. Ich verspürte dabei in mir eine große Hitze, ein inneres Feuer, das sich ohne Unterlaß erneuerte. Und ich hatte heiß, sehr heiß, ich brannte!
Einige Tage später hat sich der Teufel kundgetan, und das hat mir viel Schmerz bereitet.
Anfangs September ging ich wieder heim und eine neue Geschichte ist mir zugestoßen. Ich war völlig in Unkenntnis in der Sache, denn die geistlichen Bücher und die frommen Lesungen hatten es mir nie angetan und alles ging so rasch
Ich habe es zwar später erfahren, als mir ein Buch der heiligen Teresa von Avila zufällig in die Hände fiel. Diese Dinge nannte man nämlich «Verzückungen». Ich erwachte in der Nacht, und ich wurde von dieser Kraft wie davongetragen. Ich fühlte mich rings umgeben, wie umhüllt von Liebe. Da betete ich, eine Stunde betete ich, und ich schlief wieder ein. Ich hatte den Eindruck, die Muttergottes stehe an meiner Seite. Ich dachte an meine Sünden von der Zeit vor meiner Bekehrung, und das versenkte mich in die Niedrigkeit im Angesicht dieses so gütigen und so barmherzigen Gottes.
Am 15. Oktober, dem Fest der heiligen Teresa von Avila, der ich tiefen Dank gesagt hatte für ihre kostbaren Ratschläge, legte ich mich abends zu Bett und erwachte plötzlich, als es Mitternacht schlug. Sogleich wurde ich von einer Verzükkung erfaßt wie bei den anderen Malen; doch während die Einwirkungen nachließen, empfand ich ein furchtbares körperliches Leiden, den Eindruck, als würde ich von einem riesigen Gewicht zerdrückt. Ich fragte mich, wie mir dieser so plötzliche Schmerz zugestoßen sei. Da ich aber kein Heilmittel dagegen fand, nahm ich mein Übel geduldig hin, doch ich erlitt eine wirkliche Qual. Die Zeit verging und unter diesem Leiden begann ich meine Kräfte zu verlieren und ich dachte, ich würde gewiß bald sterben. Ich fiel in eine Panik, ich wollte etwas dagegen tun, aufstehen, doch ich vermochte mich nicht zu rühren. Ich war wie ans Bett gebunden, und ich mußte leiden, ja leiden! Diese Folterqualen erlitt ich eine Stunde lang. Jedoch noch viermal überkam mich wieder die Verzückung. Es war wie der Trost vom gütigen Gott. Das unterstützte mich einige Augenblicke, vertrieb den Schmerz. Dann fing alles wieder von vorne an.
Ich sagte unablässig: «Mein Gott, mein Gott, was kommt da auf mich zu? Was willst du?» Man gab mir die Antwort: «Du wirst es später verstehen!» Ich befand mich in einem jämmerlichen Zustand. Manchmal kam eine unsichtbare Anwesenheit für einige Augenblicke an meine Seite und ging wieder fort. Dieser Anwesende kam, um mir zu sagen: «Du mußt noch ein wenig leiden!», dann ist er weggegangen, und hat mich allein gelassen. Zehn Minuten später, ist sie zurückgekommen, um mir zu sagen: «Es ist zu Ende!» In der Tat ist die Verzükkung wiedergekehrt, wobei sie mein Leiden mit sich genommen hat. Ich besaß nichts mehr. Es schlug ein Uhr in der Früh. Ich war allein, mein Mann war glücklicherweise auf einer Reise an jenem Abend.
Zum damaligen Zeitpunkt habe ich dann mit den Augen meiner Seele mir gegenüber die drei Personen der Heiligen Dreifaltigkeit gesehen. Drei identische Personen, wie wenn eine einzige in drei Spiegeln zurückgestrahlt würde. Drei junge Leute im selben Alter, angetan mit einem weißen Kleid. Obwohl sie sich sehr ähnlich sahen, zog eine einzige Person meine Aufmerksamkeit auf sich, und ich sagte, indem ich sie beschaute: «Der Heilige Geist!» Er stand zu meiner Rechten mir gegenüber.
Dann blickte ich auf die beiden andern Personen. Ich wollte wissen, wo der Vater war, wo der Sohn war, wer in der Mitte war, wer links war. Aber ich habe es nicht erfahren. Es gab kein Unterscheidungsmerkmal.
Die drei Personen sind auf mich zugekommen. Dann schaute ich sie in mir und das war viel lichtvoller. Sie saßen auf irgend etwas. Dann entschwand alles, und ich habe mir gesagt: «Der Heilige Geist! Warum der Heilige Geist?» Und zugleich dachte ich: «Ich hätte Jesus vorgezogen!» Ich bitte den Heiligen Geist um Verzeihung, doch zu der Zeit hatte ich seine göttliche Person noch nicht recht entdeckt.
Meine Vision der Heiligen Dreifaltigkeit mit dem Heiligen Geist im Zustand der Offenbarung, hatte mich scheinbar zu keinem bestimmten Ziel hingelenkt. Und während eines Jahres habe ich nicht allzu viel an ihn gedacht.
Als ich aber am 1. Dezember 1980 folgenden Satz las: «Herr, gib uns deine Liebe!», wurde alles ausgelöst. Das Licht hat sich mit verschwenderischer Fülle in meinen Geist ergossen. Ich entdeckte, daß die Liebe Gottes, der Geist der Liebe, der Heilige Geist sei, und daß ich beim Empfangen des Heiligen Geistes die Liebe Gottes empfing. Dieser kleine Satz öffnete mir weite Horizonte. Ich wandte mich dieser Person der Dreifaltigkeit zu, und ich begriff besser ihre Rolle.
Der Artikel fuhr fort und sagte: «Die Liebe dringt in unsere Herzen ein mit dem Heiligen Geist und dank Ihm.» So entdeckte ich, daß die unermeßliche Liebe, die ich am Anfang meiner Bekehrung empfunden hatte, sehr wohl der Eintritt des Heiligen Geistes in mich gewesen war und daß das alles sehr wohl von Gott stammte und von seiner Liebe.
Am 16. Dezember, während des innern Gebetes, sagte der Herr zu mir: «Apostel der Liebe!» Und am 21. fügte er hinzu: «Man muß die dem Heiligen Geist geschuldete Verehrung wieder einführen und vertiefen!» Ich habe begriffen, daß man alle Tage das Veni Creator beten sollte, um ihn zu bitten, er möge kommen!
Dann habe ich im Geist Priester gesehen, die predigten. Wenn ich mich nicht täusche, so habe ich begriffen, daß er eine religiöse Gemeinschaft wünschte, mit Leuten, die dem Heiligen Geist geweiht sind, Apostel des Heiligen Geistes, daß man die Pfarreimissionen wieder aufnehmen müsse, eine Neuevangelisierung.
Am folgenden Tag hatte ich einen wundervollen Traum: Mir träumte, ich sei am heiligen Tisch niedergekniet und warte auf die heilige Kommunion. Der Priester war gar sehr beschäftigt bald da, bald dort. Rasch ist er hergekommen, ich möge einen Kelch voll Wein, der bis an den obersten Rand angefüllt war, festhalten. Ich war sehr beunruhigt, denn ich hatte Angst, ihn auszuschütten. Leider war viel Betrieb um mich herum. Jemand hat mich gestoßen, und der Kelch lief über. Einige Tropfen fielen auf mich nieder, das war mir sehr unangenehm. Endlich ist der Priester zurückgekommen, hat mir den Kelch abgenommen und während ich meinte, ich würde die Kommunion unter der Gestalt der Hostie empfangen, gab er mir den Kelch zum Trinken. Und ich trank, und ich hatte mich daran gelabt
Dann bin ich erwacht, und ich fühlte mich in der Liebe gebadet.
Dann jener andere Traum: Ich befinde mich in einem Zimmer mit Leuten. Dort zeigt man mir ein Gemälde, das den Himmel darstellt. Ich sehe den Himmel von dicken schwarzen Wolken durchzogen, wie vor einem Gewitter. Inmitten dieser Wolken jedoch bleibt immer ein ganz kleiner Bereich mit blauem Himmel. Die Wolken mögen kommen und gehen, wie sie wollen, nie decken sie diesen zu. Ich blicke sodann hin und setze die Fingerspitze auf diese kleine Stelle mit dem blauen Himmel. In diesem Augenblick bricht ein gewaltiges Licht aus dem blauen Himmel und immerfort bricht das Licht in Strahlen hervor. Anfangs schwach, wird es immer stärker und kümmert sich nicht um die dicken Wolken.
Nach zweijähriger Vorbereitung sollte der Herr endlich meinem Herzen seine große Botschaft anvertrauen. Er sollte mich in die Tiefen seines göttlichen Herzens eindringen lassen, um mich dort dessen Reichtum entdecken zu lassen.
(Fortsetzung folgt)
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