Die «Frau und Mutter aller Völker»

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Am Samstag, dem 22. Juni 2002, fand zum zweiten Mal in Deutschland – in Köln - der Große Gebetstag der «Frau aller Völker» unter einer Teilnahme von 5000-6000 Gläubigen aus dem In- und Ausland statt.
Etwa 15 Bischöfe aus aller Welt und ungefähr 60 Priester aus verschiedenen Nationen feierten die hl. Messe in der «Köln-Arena», deren Stirnwand das große Tryptichon der Kölner Lochner-Madonna zierte, der die Kölner heiligen Stadtpatrone huldigen.

Das besondere Gnadenbild der «Vrouwe van alle volkeren», die vor dem Kreuz auf dem Erdball steht und aus ihren Händen Gnadenstrahlen auf die ganze Menschheit aussendet, war mit herrlichen Blumengirlanden geschmückt. «Maria – die Frau aller Völker – führt uns zur heiligen Eucharistie, zur Quelle des Lebens» – lautete das Motto dieses Gebetstages.
Diesem Tag gingen zwei Meldungen, die die Herzen höher schlagen ließen, voraus: Am 31. Mai 2002 hatte Bischof Josef Maria Punt von Haarlem-Amsterdam öffentlich den übernatürlichen Ursprung der Erscheinungen und Botschaften anerkannt, die der Holländerin Ida Johanna Peerdemann in den Jahren 1945-1959 zuteil geworden waren. Ida ist 1996 90jährig gestorben, wenige Tage, nachdem Bischof Bomers von Haarlem – ebenfalls an einem 31. Mai – den Kult der «Frau aller Völker» offiziell genehmigt hatte. Zur großen Freude und Überraschung aller Teilnehmer war an dem diesjährigen 22. Juni sein Nachfolger, Bischof Punt, als Hauptzelebrant der feierlichen Pontifikalmesse persönlich nach Köln gekommen. Er wurde jubelnd begrüßt.

Die zweite Meldung, die unzähligen Gläubigen aus dem Herzen gesprochen kam, war die, dass der päpstliche Haustheologe, P. Georges Cottier, Anfang Juni 2002 auf einer Welt-Video-Konferenz in Rom unter dem Titel «Maria vom II. Vatikanischen Konzil bis heute», die die Vatikanische Kongregation für den Klerus veranstaltet hatte, in einer Rede erklärte, dass wir dem Titel «Mittlerin» nunmehr den der «Miterlöserin» hinzufügen dürfen, nachdem dieser Titel des längeren geprüft und näher erläutert worden ist. Wir bringen hier den entscheidenden Auszug aus seiner Rede1:

In welchem Sinne ist Maria Miterlöserin?

In dem wunderbaren Schlusskapitel der dogma-tischen Konstitution über die Kirche «Lumen gentium», das der Jungfrau Maria gewidmet ist, lesen wir: ...» So ging auch die selige Jungfrau den Pilgerweg des Glaubens. Ihre Vereinigung mit dem Sohn hielt sie in Treue bis zum Kreuz, wo sie nicht ohne göttliche Absicht stand (vgl. Jo 19,25), heftig mit ihrem Eingeborenen litt und sich mit seinem Opfer in mütterlichem Geist verband, indem sie der Darbietung des Schlachtopfers, das sie geboren hatte, liebevoll zustimmte. Und schließlich wurde sie von Christus Jesus selbst, als er am Kreuz starb, dem Jünger zur Mutter gegeben mit den Worten: Frau, siehe da dein Sohn» (vgl. Joh 19,26-27; siehe Nr. 58).

Diese sehr eindringlichen Zeilen lassen eine lange vom Lehramt beglaubigte Tradition widerhallen. Die Mutter des Mensch gewordenen Sohnes Gottes wird unter dem Kreuz zur Mutter seines Mystischen Leibes geweiht.

Daher wurde sie von Paul VI. zur Mutter der Kirche erklärt. Dieser Titel erleuchtet, was die «innigste Verbundenheit» Mariens mit der Kirche bedeutet, in der sie «auf hervorragende und einzigartige Weise» den ersten Platz inne hat (siehe Nr. 63). In ihr hat die Kirche bereits jene Vollkommenheit erlangt, die sie ohne Makel und Runzeln macht (Eph 5,27). Sie ist das Urbild (der Typus) der Kirche. Man muß begreifen, dass Maria nicht außerhalb der Kirche steht, da sie ihr hervorragendes und beispielhaftes Mitglied ist, und dass sie eine mütterliche Funktion für die Kirche ausübt. Das Mysterium der Kirche und das Mysterium Mariens schließen einander ein und erleuchten einander gegenseitig.

Wie kann dies erklärt werden? Das Konzil erinnert zuerst an die Worte des Apostels (1 Tim 2,5-6): «Es gibt nämlich nur einen Gott und nur einen Mittler Gottes und der Menschen, den Menschen Christus Jesus, der sich selbst als Erlösung für alle gegeben hat», und fügt dann hinzu: «Marias mütterliche Aufgabe gegenüber den Menschen aber verdunkelt oder vermindert diese einzige Mittlerschaft Christi in keiner Weise, sondern zeigt ihre Wirkkraft» (Nr. 60).

Ein Leben der Gnade, Teilhabe am göttlichen Leben, existiert grundlegend und in Fülle bei Christus, dem Haupt des Mystischen Leibes, um seinem Leibe, der die Kirche ist, mitgeteilt zu werden. Mit dieser Übermittlung zieht Christus die Kirche und all ihre Glieder an, damit sie, in Ihn hinein genommen, Ihm gleichförmig werden und an seiner Hingabe an den Vater teilnehmen, durch die er die Menschheit gerettet hat. Der einzige Mittler: Seine Hingabe ist ganz und uneingeschränkt ausreichend für die Erlösung der Welt.

Dass er es seiner Kirche erlaubt, daran teilzuhaben, ist Zeichen seiner Liebe und der Tiefe der Vereinigung, in die er sie hinein führt. So wie alles Lebendige Früchte bringt, so ist es auch beim Leben der Gnade, es bringt seine Früchte im Überfluss. Dieses Gesetz gilt für beide, für die Kirche und für Maria, je nach den besonderen Vorrechten.
Der Konzilstext, den wir zitiert haben, hebt dies stark hervor: Unter dem Kreuz leidet Maria tief mit ihrem eingeborenen Sohn, sie vereinigt sich mit seinem Opfer in mütterlicher Liebe, liebevoll der Darbringung des Schlachtopfers, das sie geboren hat, zustimmend. Was können diese Worte anderes bedeuten, als dass Maria eine aktive Rolle im Mysterium der Passion und im Werk der Erlösung spielt?

Das Konzil selbst erläutert dies: Die Mutter des göttlichen Erlösers war «in einzigartiger Weise vor allen anderen seine großmütige Gefährtin... In dem sie... mit ihrem am Kreuz sterbenden Sohn litt, hat sie beim Werk des Erlösers in einzigartiger Weise durch ihren Gehorsam, ihren Glauben,, ihre Hoffnung und brennende Liebe mitgewirkt, zur Wiederherstellung des übernatürlichen Lebens der Seelen. Deshalb ist sie uns in der Ordnung der Gnade Mutter» (Nr. 61). «Inden Himmel aufgenommen, hat sie diesen heilbringenden Auftrag nicht aufgegeben, sondern fährt durch ihre dauernde Fürbitte fort, uns die Gaben des ewigen Heils zu erwirken.» Aus diesem Grund «wird die selige Jungfrau in der Kirche unter dem Titel der Fürsprecherin, der Helferin, des Beistandes und der Mittlerin angerufen» (Nr. 62).

Dürfen wir dem Titel Mittlerin den der Miterlöserin hinzufügen? Im Licht des oben Gesagten lautet die Antwort: ja (Unterstreichungen von mir, M.K.). In der Tat fügt das Konzil, um jeder falschen Interpretation zuvor zu kommen, hinzu, dass die Verwendung dieser Titel legitim, dies aber so zu verstehen ist, «dass es der Würde und Wirksamkeit Christi, des einzigen Mittlers, nichts abträgt und nichts hinzu fügt» (ebd.).

Es wird Ihnen aufgefallen sein, dass der Titel Miterlöserin nicht in den Konzilstexten erscheint. Man könnte sich vorstellen, dass das absichtliche Fehlen auf einen ökumenischen Grund zurück zu führen ist. Die Verwendung dieses Begriffes bedurfte einer weiteren Entfaltung und Erläuterung. Wenn das Wort Miterlöserin als Gleichstellung und Hinzufügung zum Erlösungswerk des Retters aufgefasst werden sollte, wäre es freilich heftig abgelehnt worden.

Mariens Miterlöserschaft unter dem Kreuz ist so zu verstehen, dass sie nach Gottes Vorsehung auf untergeordnete Art an Christi erlösendem Opfer teilhat, ganz von Ihm abhängig, genau so, wie sie ganz und gar von der Fürsprache ihres Sohnes in seiner Herrlichkeit durchdrungen ist, seiner Mittlerschaft, wenn er im Himmel für uns eintritt. Das Konzil formuliert das Prinzip, das, eine unmittelbare Glaubenserkenntnis auslegend, das theologische Nachdenken in diesem Bereich leitet: «Jeglicher heilbringende Einfluß der seligen Jungfrau auf die Menschen kommt nämlich nicht aus irgend einer sachlichen Notwendigkeit, sondern aus dem Wohlgefallen Gottes und fließt aus dem Überfluss der Verdienste Christi, stützt sich auf seine Mittlerschaft, hängt von ihr vollständig ab und schöpft aus ihr seine ganze Wirkkraft. Die unmittelbare Vereinigung der Glaubenden mit Christus wird dadurch aber in keiner Weise gehindert, sondern vielmehr gefördert» (Nr. 60).

Im Lichte dieses Prinzips verstehen wir, in welchem Sinn Maria, und nur sie, die Miterlöserin ist, und wie die Kirche anteilmäßig ebenfalls Miterlöserin ist. Wir verstehen auch, in welchem Sinn die Berufung aller Getauften zur Heiligkeit diese dazu führt, am Mysterium der Erlösung teilzuhaben (Unterstreichungen von mir, M.K.). Jede dieser Teilhaben ist gleichsam eine Epiphanie der Fruchtbarkeit des Kreuzes Jesu. (www.kath.net.o8.o6.2002)

Die Klärung dieser Begriffe geht auf die eindringlichen Botschaften der Gottesmutter an Ida Peerdemann aus Amsterdam zurück, die noch vor Kriegsende, am 25. März 1945, einsetzten und bis zum 31. Mai 1959 anhielten, wobei Ida in 56 gewaltigen Visionen die Bedrohung der Kirche Christi und die der ganzen Menschheit durch Satan und seine Helfershelfer gezeigt wurde. Zugleich wurde ihr der einzigartige Rettungsauftrag der «Frau (=Domina) und Mutter aller Völker... die einst Maria von Nazareth war», als «Fürsprecherin, Mittlerin und Miterlöserin» geoffenbart, ein Auftrag, der zugleich die Mission der Kirche Jesu Christi am Ende dieser Zeiten ist («Diese Zeit ist unsere Zeit», sagt die «Frau»).

Vom Heiligen Geist erleuchtet und nicht von ungefähr, hat ja Paul VI. die Mutter Gottes am Ende des II. Vatikanischen Konzils zur «Mutter der Kirche» erklärt.

Die Rettungsaktion der «Frau aller Völker» wird die Bahn brechen für die innerlich erneuerte Kirche und den Triumph des Reiches Jesu Christi in den Herzen aller Völker.

Die «Frau» – so hat Ida Peerdemann sie immer genannt – wünschte, dass ein Gnadenbild von ihr gemalt und zusammen mit dem Gebet, das sie Ida (übrigens bei einem Aufenthalt in Deutschland) übergeben hat, in der ganzen Welt verbreitet und in den Kirchen und auch vom Heiligen Vater gesprochen werde.2
Das Gnadenbild, das die drei Titel «Fürsprecherin, Mittlerin und Miterlöserin» in sich ausdrückt, wurde 1951 von dem deutschen Maler Heinrich Renke aus Wiedenbrück gemalt. Das Original sollte zunächst auf Wunsch Mariens einige Zeit in Deutschland bleiben, und steht nunmehr nach einigen Migrationen in der Erscheinungskapelle in der Diepenbrockstraat Nr. 3 in Amsterdam. Es soll später in die von der «Frau» gewünschte große Kirche der «Frau aller Völker» in Amsterdam übertragen werden, wo es auf der Evangelienseite (links) des Altares Platz finden, während auf der Epistelseite (rechts) eine Darstellung der Heiligsten Dreifaltigkeit stehen soll.

Die Mutter Gottes trägt auf diesem Bild jüdische Züge. Es muß eine besondere Gnadenwirkung des Heiligen Geistes sein, dass sich bei der Verbreitung des Bildes (mit dem Gebet auf der Rückseite) alle Völker der Welt – auch die nichtchristlichen – freudig aufgeschlossen dafür zeigten und es annehmen. Wenn man es genau anschaut, erkennt man, dass die Mutter Gottes mit ihren Füßen auf Holland und Deutschland und auf dem Norden Rußlands steht. Was die Botschaften betrifft, so sind sie meines Wissens die einzigen im Ausland gegebenen, die spezielle Aussagen über den Glaubensabfall in Deutschland machen zu einer Zeit (unmittelbar nach dem II. Weltkrieg), als in Deutschland noch niemand solches für möglich gehalten hätte. Unmmittelbar nach Kriegsende gab es in Deutschland zunächst einen religiösen Frühling, der leider nur bis in die 50er Jahre anhielt. Dann hat sich der Glaubensabfall bis in unsere Tage mit immer größerer Geschwindigkeit bewahrheitet. (In den Botschaften von 1982 und 1999, die in Marpingen ergingen, ist dies von Maria bestätigt worden.).
Viele andere Voraussagen der Amsterdamer Botschaften über Kirche und Welt haben sich bereits bis zum Ende des 20. Jahrhunderts bewahrheitet.
Die Botschaften gehören zu den gewaltigsten, die in der letzten Zeit vom Himmel an die Welt ergangen sind.3
In der Botschaft vom 8. Dezember 1952, die überschrieben ist «Helft dem Heiligen Vater», schreibt Ida Peerdemann folgendes nieder:

«Und wieder wartet die Frau, ohne etwas zu sagen, während sie in die Ferne blickt. Dann sagt sie:
&MacDer Papst von Rom hat die schwerste Aufgabe von all jenen, die ihm vorausgegangen sind.‘
Jetzt erblicke ich einen Papst, aber es ist nicht Papst Pius XII. Ich kann nicht sagen, wer dieser Papst ist. Ich sehe auch sehr viele Päpste vergangener Zeiten mit verschiedenen Kopfbedeckungen: große Mitren, kleine Mitren, Mützen und Kappen. Die Frau sagt:
Menschen, helft doch dem Heiligen Vater! Handelt nach seinem Vorbild! Folgt doch den Enzykliken! Lasst die Welt davon erfüllt werden, und der Geist der Unwahrheit, der Lüge und des Betruges wird keine Chance haben!‘
Ich sehe jetzt über den Menschen in großen Lettern das Wort «Enzykliken» geschrieben stehen.
Jetzt sehe ich Schafe um die Frau. Sie laufen grasend umher, purzeln durcheinander oder blicken mit erhobenem Kopf zur Frau. Sie sieht auf die Schafe um sie herum und sagt dann:
&MacIhr, die ihr das Haupt erhoben habt, lehrt doch diejenigen, welche grasend umherlaufen, das Haupt zu erheben!‘
Ich sehe dann, wie all diese Schafe sich in Menschen verwandeln. Ich sehe viele Gruppen weißer Menschen und dazwischen viele Schwarze. Während die Frau ihren Finger erhebt, sagt sie sehr ernst:
&MacIhr Weißen, erkennt das Recht der Schwarzen an! Ihr sollt einander stützen und helfen!
Die Frau aller Völker ist da, überall, um euch zu helfen. Sie ist ja die Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin. Dieses wird das letzte Dogma sein. Arbeitet rasch und schnell daran! Die Frau aller Völker verspricht, der Welt zu helfen, wenn sie diesen Titel anerkennt, wenn die Welt sie unter diesem Titel anruft.
Mache diese Botschaft bekannt! Es ist h öchste Zeit. Fürchte nichts! Ich helfe!‘»

Dank sei Gott für den herrlichen Gebetstag der «Frau aller Völker» am 22. Juni 2002 in Köln! Dreimal an diesem Tage wurde der eucharistische Herr in der einzigartig schönen Monstranz herein getragen und in bewegenden Gebeten und Liedern angebetet. Diese Monstranz stellte in ihrer Mitte als Dreiviertelrelief die Muttergottes dar, die hinter der hl. Hostie, welche sie groß auf ihrem Schoß trug, ein Tuch ausbreitet, wie eine große Windel oder einen Schutzmantel über der «Frucht ihres Leibes, Jesus».

Viele, die zum ersten Mal gekommen waren, bekundeten, dass sie so etwas «Wunderbares» in Köln gar nicht für möglich gehalten hätten. Die Schönheit dieses Gebetstreffens sei ihrer Meinung nach kaum noch zu überbieten.
(Man muß mit großem Schmerz anmerken, dass an demselben Samstag im ehemals «heiligen» Köln und gleichzeitig in Berlin Paraden von 300 000 bzw. einer halben Million Homosexueller und Lesben, in Berlin unter Anführung des Bundestagspräsidenten und einer Ministerin, stattfanden.)
Der nächste Große Gebetstag wird am Pfingstfest 2003 wiederum in Amsterdam stattfinden.

Margarethe Klein

Anmerkungen:
1)http://www.kath.net/detail.php?id=2683
2) Wir bringen den Wortlaut am Schluß dieses Artikels. Die Stelle «...die einst Maria war,» hat zunächst Verwunderung hervor gerufen. Die «Frau» hat sie jedoch in ihren Botschaften selbst erläutert und darauf bestanden, dass sie nicht verändert wird.
3) Botschaften der Frau aller Völker, Neuausgabe 1998, Miriam-Verlag D-79798 Jestetten; die Botschaften haben das kirchliche Imprimatur der Bischöfe H.J.A. Bomers und seines damaligen Weihbischofs J.M. Punt von Haarlem-Amsterdam (heute ist Bischof Punt sein Nachfolger) vom 31. Mai 1996.

Literatur:
«Die Botschaften der Frau aller Völker»,
255 Seiten, E 15.30 SFR 24.50

HOCH

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